Veganer Genuss zur Winterzeit
Zur Weihnachtszeit stehen Lebkuchen, Printen & Co. bei vielen "Naschkatzen" ganz hoch im Kurs. Das Testteam des Deutschen Tierschutzverlags hat eine Auswahl veganer Varianten getestet. Hier finden Sie die persönlichen Ergebnisse und Favoriten.
Der Winter: Eine Zeit, in dem einem draußen der kalte Wind ins Gesicht „peitscht“, die Nacht gefühlt schon am Nachmittag beginnt und man sich nichts Sehnlicheres wünscht, als gemütlich zu Hause auf der Couch zu entspannen. Am besten mit der ein oder anderen Süßigkeit, um sich wie die Bären ein klein bisschen Winterspeck anzufuttern.
Ganz besonders hoch im Kurs sind zu dieser Jahreszeit natürlich Weihnachtsleckereien wie Lebkuchen, Spekulatius, Dominosteine oder Printen, die nach dem Marktforschungsunternehmen YouGov auch in diesem Jahr wieder zu den beliebtesten Weihnachtsgebäcksorten der Deutschen gehören. Zur Freude aller Tierfreunde gibt es diese „Winterversuchungen“ mittlerweile auch ohne tierische Bestandteile.
Produktauswahl
Wir, das Testteam des Deutschen Tierschutzverlages, haben uns für Sie in die örtlichen Supermärkte wie Aldi, Lidl, Rewe und Edeka begeben und folgende Auswahl pflanzlicher Wintergenüsse zusammengestellt, und sie auf ihren Geschmack getestet: der Gewürzspekulatius von Coppenrath, die gebrannten Mandeln von Riegelein Confiserie, die Nusssterne, Lebkuchenherzen und Mini-Elisen von Rewe Bio, die Aachener Kräuterprinten von Kinkartz sowie die feinen Dominosteine und der Edelmarzipanstollen von der Aldi-Eigenmarke Wintertraum.
Für diejenigen die es mögen
Bei der Vorstellung unseres Produkttests starten wir dieses Mal mit den „Naschereien“, die unserem sechsköpfigen Team insgesamt am wenigsten zusagten, die aber sicherlich unter den Freunden der Weihnachtsgebäcke auch ihre Fans haben. Auf dem letzten Platz befinden sich die Aachener Kräuterprinten. Kräuter gehören prinzipiell in viele Weihnachtsgebäcke rein, doch der Geschmack war uns bei den Printen zu stark. Vor allem der Anis stach sehr heraus und ließ so das Gebäck eher an Medizin oder einen Kräuterschnaps erinnern. Zudem war der Teig zu fest und beim Kauen klebte er durch die Glasur zu sehr an den Zähnen.
Ebenfalls nicht hundertprozentig überzeugen konnten uns die Mini-Elisen sowie die Nussterne. Die Elisen waren von der Konsistenz her zwar angenehm weich und zergingen gut auf der Zunge, doch vom Geschmack her waren sie einfach zu süß. Die Süße war so dominant, dass die Aromen von den Gewürzen sowie von den Haselnüssen und Mandeln kaum zum Vorschein kamen. Gleiches galt bei den Nusssternen, die ebenfalls zu zuckrig waren. Der Nussgeschmack war fast gar nicht wahrnehmbar, dafür drang der Geschmack der Orangenschalen gut durch. Die Konsistenz war jedoch – wie bei den Elisen – angenehm weich. „Naschkatzen“, die vor allem auf viel Zucker stehen, werden mit den beiden Produkten ihre Freude haben.
Solider Stollen
Beim Edelmarzipanstollen war sich unser Testteam sehr schnell einig auf einen guten Platz im Mittelfeld. Der Geschmack war angenehm, es waren viele Rosinen im Stollen verbacken, doch für manche unserer Tester hätte er noch etwas saftiger sein können, mit mehr Marzipan im Innenteil. Grundsätzlich aber empfehlenswert für Stollenliebhaber.
Auf einem dreigeteilten zweiten Platz landen die feinen Dominosteine, die Lebkuchenherzen sowie die gebrannten Mandeln. Alle drei Produkte bekommen von uns die Gesamtnote 2,6. Die Dominosteine überzeugten einerseits durch ihre Schokoladenummantelung und den Marzipangeschmack, andererseits waren die kleinen „Weihnachtswürfel“ einem Teil unseres Testteams zu süß. Bei den Lebkuchenherzen war sich unser Testteam uneinig, ob die Konsistenz zu trocken war oder nicht. Ansonsten gefiel die Schokoummantelung, die Orangenfüllung sowie der leicht durchdringende Geschmack der Gewürze. Geschmacklich überzeugten ebenfalls die gebrannten Mandeln mit ihrer knackigen Hülle. Allein der etwas komische Geruch, der wahrscheinlich durch die Verpackung entstand, sorgte für Punktabzug.
Testsieger
Der Gewürzspekulatius von Coppenrath belegt bei unserem Test den unangefochtenen ersten Platz. Das Gebäck überzeugte alle Tester durch die knackige Konsistenz sowie das angenehme und nicht zu starke Aroma der Gewürze, wobei die Zimtnote am ehesten herausstach. Beim Test empfanden alle ein richtiges Weihnachtsgefühl.
Dieser Test zeigt: für unsere Weihnachtsleckereien muss kein Tier leiden! Sollten Sie sich in diesem Winter also mit leckeren Süßwaren eindecken, achten Sie vor allem auf das „V-Label“. Sollte dies nicht auf der Verpackung stehen, schauen Sie auf die Zutatenliste – nicht jedes vegane Produkt ist mit einem Label gekennzeichnet!

